Ein Wort aus der Verkostung
Mit „mineralisch“ beschreiben Verkostende beispielsweise Eindrücke, die an Stein, Kreide, Feuerstein oder salzige Noten erinnern. Das Wort beschreibt eine Wahrnehmung; es ist keine einheitliche chemische Messgröße für Wein.
Der Boden beeinflusst die Versorgung und Entwicklung der Rebe. Die Vorstellung, dass der Geschmack von Glimmerschiefer oder anderen Gesteinen unmittelbar in die Traube und den Wein wandert, ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt. Mineralische Nährstoffe und ein „mineralischer“ Geschmack sind unterschiedliche Dinge.
Genauer beschreiben hilft
Bei einer Verkostung ist es hilfreich, konkrete Eindrücke zu benennen: Wirkt der Wein frisch, salzig, steinig oder straff? Auch Säure und Mundgefühl spielen bei der Wahrnehmung eine Rolle. Der umfassendere Begriff Terroir beschreibt das Zusammenspiel von Standort und weinbaulicher Arbeit.
Weiterführende Fachquellen: Alex Maltman / WSET: Wine and Soil
